Nahtloses Edeltrikot zum stolzen Preis
VORTEILE
- kratzt nirgends
- kühlt bei Hitze
- schicke Optik
- Farbe bleibt beim Waschen
- leicht
- rutscht nicht
NACHTEILE
- Feuchtigkeitsmanagement
- kühlt auf längeren Downhills zu stark wenn nass
- Preis
BEWERTUNG
Passend zur Löffler HOTBOND Trägerhose durfte ich auch das zugehörige Trikot für Outside Stories testen. Aber sind ca. 100€ gerechtfertigt für ein Radtrikot?
Wir werden sehen:
Passform:
Mir persönlich (1,80m groß und 63kg leicht) passte Göße S / 48 sehr gut. Die Arme sind etwas weiter geschnitten als bei manch anderen engen Trikots, aber das finde ich persönlich nicht unangenehm, so passt es auch Fahrern, die dickere Arme haben als ich, bestimmt gut ohne einzuschnüren.


Die HOTBOND Technologie, die das konventionelle Nähen durch Punktschweißen mit Ultraschall ersetzt, fällt angenehm auf, da wirklich nirgends etwas kratz, drückt oder scheuert. Soweit so gut, also ab aufs Rad. :-)
Testen konnte ich das Trikot im Mountainbike Einsatz in Deutschland und Neuseeland über (die letzten) 6 Wochen verteilt.
Funktion:
Das Trikot besteht aus einem ausgetüftelten Materialmix aus Polyester und Elastan, hat einen Silikonrand gegen Rutschen an der Unterseite und 3 Taschen am Rücken für Windjacke, Riegel etc…
Es trägt sich sehr anschmiegsam und passt mir wirklich sehr gut, ohne einzuengen.
Wenn es kalt war (bei 0°-10°C) und das Trikot unter einer Softshell-Jacke getragen wurde, war es sehr angenehm als 1st-Layer.
Im warmen Neuseeland auf den Trails von Rotorua zeigte es seine volle Stärke beim Berghochfahren. Es kühlte fantastisch und das Gefühl zu Überhitzen blieb aus.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, im wahrsten Sinne des Wortes: bei den Abfahrten im schattigen Farnwald fühlte sich das Trikot relativ lange nass an, was zu sehr kühlen Downhill Passagen geführt hat. Hier habe ich persönlich keinen Unterschied zu einem günstigen Synthetik Trikot feststellen können.
So erspart einem leider auch dieses Wunderwerk der österreichischen Textiltechnik leider nicht die Windjacke, um sich bei längeren Downhills vor dem Auskühlen zu schützen.

Macht man aber erstmal Gipfelrast ohne direkte Abfahrt, fühlt sich das Trikot auch feucht nicht unangenehm an.

Fazit:
Das HOTBOND Trikot sieht definitiv sportlich schick aus, vor allem mit der passenden Hose und trägt sich äußerst komfortabel, da es keine Nähte besitzt. Auch die Funktionalität ist gut gelungen, gerade wenn es darum geht, den Fahrer im Sommer kühl zu halten. Jedoch gibt es hier meiner Meinung nach auch günstigere Alternativen, die in Sachen Feuchtigkeitstransport nicht schlechter sind.
Wem der nahtlose Komfort also ca. 100€ Wert ist, macht mit dem Trikot sicher nichts falsch, zumal nach 6 Wochen Testen und einigen (Maschinen-)Wäschen das Trikot immer noch aussieht, wie neu und dem Besitzer bestimmt für mehrere Saisons erhalten bleiben wird.